WOCHEN-ZEITUNG FüR DAS EMMENTAL UND ENTLEBUCH
Sonntag, 19. November 2006  
         
  Lützelflühs Spiulüt präsentieren Uraufführung
SUMISWALD: Kann Rotkäppli kochen?

16.11.2006 
«Kann Rotkäppli kochen?» ist ein Geniess- und Esstheater, eine Produktion der Lützuflüher-Spiulüt in Zusammenarbeit mit dem Landgasthof Bären, Sumiswald. Rotkäppli zaubert Köstliches auf den Tisch.


Erica Bärtschi

 Um es gleich vorweg zunehmen, Rotkäppli kann kochen. Zusammen mit Schneewittchen und Dornröschen, Elfen, Feen und Zwergen aus dem Märchenwald, brachte es an der Premiere im «Bären» in Sumiswald Köstliches auf den Tisch. Beim Dessertbuffet aus der Schlossküche mussten gar Betty Bossi und Spitzenkoch Farandol Ratatouille klein beigeben.
Zur Uraufführung «Kann Rotkäppli kochen» luden die Lützuflüher Spiulüt ein. Diese Produktion, ein Geniess- und Esstheater des Autors Jürg von Neuenegg, brachten die «Lützuflüher» in Zusammenarbeit mit dem Landgasthof Bären in Sumiswald auf die Bühne. Gleich nach dem Betreten des Saals wurde das Publikum verwöhnt mit Rotkäppchensekt und Amuse Bouche «Hans im Glück». Und ehe es sich versah, war es mitten drin in einer Fernseh-Show mit Moderartor und hochkarätigen Gästen. Die Diskussionsrunde befasste sich mit dem Thema, «Kann Rotkäppli kochen?» Das Gremium war in dieser heiklen Frage uneins, und nach einer vom Märchenobmann behandelten Erfrischung, fielen ausser dem Schlosskoch Ambrosius Büchlistolz, alle in einen Schlaf. Nun konnten Rotkäppli, Schneewittchen und Dornröschen selber Stellung nehmen betreffend ihrer Kochkünsten. Und siehe da, im Nu zauberten und servierten sie, unter der Mithilfe der Brigade aus den Märchenwald, den Theatergästen eine Vorspeise auf den Tisch. Später nach einem Intermezzo mit dem ungezogenen Rotkäppchensohn, wurde der Hauptgang geschickt. In der Zwischenzeit kamen Betty Bossi und Co. wieder zu sich und rieben sich verwundert die Augen, was roch da so gut, und wer hatte gekocht? Der Moderator wollte nun seine Sendung fortsetzen, Märchensammler Grimm setzte an zu einem Monolog, aber innert kurzem lagen sich der Französische Spitzenkoch und Betty Bossi wieder in den Haaren. So kam es, dass auch der Dessert aus der Schlossküche aufgestellt wurde. Am Schluss des Stückes mussten die «Promi»-Gesprächsteilnehmer kapitulieren, Rotkäppli und Co. hatten den Beweis ihrer Kochkunst mehr als erbracht. Das Publikum war begeistert von der Märchen-Gastronomie und auch ein bisschen verzaubert, was wahrscheinlich am magischen Pulver lag, das Schneewittchen über den Gratin streute. übrigens, Ulrich H. Kästli, der die ausgezeichnete Regiearbeit besorgte, ist auch der Autor des Stückes. Er schreibt unter dem Pseudonym Jürg von Neuenegg.

Der Anlass wird wiederholt: Infos www.theater-luetzelflueh.ch



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